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Unverzichtbar – Das Testament

Was ist besser: Letztwillige Verfügung und Alleineigentum oder Immobilie gemeinsam mit Schwiegereltern?

Die Mehrzahl der Menschen scheut sich, eine letztwillige Verfügung (Testament) zu errichten, ja sogar auch nur darüber nachzudenken. Man hört u.a. folgendes: „Es ist mir unmöglich, mein Vermögen gerecht auf meine Kinder gleichmäßig zu verteilen.“ Oder „Ich bin ja noch jung und habe noch Zeit (wobei das oftmals von über 70 Jährigen geäußert wird)“ Auch hört man oft, „Ich weiß nicht, wer Nachfolger werden soll“ o.ä..

Nachdrücklich muss vor diesem Hintergrund darauf hingewiesen werden, dass die gesetzliche Erbfolge in der Regel untauglich ist und meistens eine letztwillige Verfügung sinnvoll ist.
 
In diesem Zusammenhang ein einfaches Beispiel junger Eheleute:
 
Die Eheleute erwerben zusammen eine Immobilie im Miteigentum. Sie haben keine Kinder. Der Mann verstirbt überraschend. Ohne Testament würde die Frau in diesem Fall mit den Schwiegereltern zusammen eine Eigentümergemeinschaft bilden und sie würde in einem Haus wohnen, in Bezug auf das die Schwiegereltern mit ihr zusammen im Grundbuch stehen. Die Schwiegereltern könnten sogar die Teilungsversteigerung betreiben.
 
Das hätte leicht vermieden werden können mit einem einfachen Testament, in welchem sich die kinderlosen Eheleute gegenseitig zu Erben einsetzen.
 
Auch bei Scheidungen drohen ungewünschte Rechtsfolgen. Viele Geschiedene vergessen, dass die gemeinsamen Kinder auch nach der Scheidung mit dem Geschiedenen verwandt bleiben. Würde z.B. ein Kind nach dem Tode des Erblassers vor der geschiedenen Ehefrau versterben, ohne selbst verheiratet gewesen zu sein oder selbst Kinder zu hinterlassen, würden über diesen Umweg Erbanteile des Erblassers an die geschiedene Ehefrau zurückfallen, da diese das Kind als Mutter beerbt. Geschiedene sollten daher auf jeden Fall ein Testament errichten.
Auch schon in der Trennungszeit kann an ein Testament gedacht werden, nämlich wenn man vom Partner unschön attackiert wird. Das Ehegattenerbrecht entfällt nicht etwa durch die Trennung.
 
Es gibt eine Vielzahl von Konstellationen, bei denen die gesetzliche Erbfolge ungewünschte Ergebnisse zur Folge hat, die oftmals leicht vermieden werden können, wenn man sich nicht scheut, die Sache anzugehen.
 
Es kann nur jedem geraten werden, sich rechtzeitig Gedanken zu machen zu den Möglichkeiten einer letztwilligen Verfügung, um solche ungewünschten Ergebnisse zu vermeiden. Ggf. sollte das Testament ab und an daraufhin überprüft werden, ob es noch den eigenen Wünschen, der aktuellen Konstellation und der sich ggf. veränderten Rechtslage entspricht. Nur dann hat man Einfluss auf die Erbfolge und kann seine eigenen Vorstellungen sinnvoll umsetzen. Ggf. kann auch daran gedacht werden, etwa unter Berücksichtigung steuerlicher Aspekte, Vermögen zu Lebzeiten zu übertragen.
 
In jedem Fall gilt: Durch Aussitzen ist nichts gewonnen. Im Gegenteil: Dann gewinnen – bezogen auf die beiden obigen Beispiele – Schwiegereltern und „Ex“.

Als Anwalt für Erbrecht in Nürnberg unterstütze ich Sie gerne bei der Erstellung Ihres Testaments. Nehmen Sie hier Kontakt auf oder vereinbaren Sie gleich telefonisch einen Beratungstermin unter
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Martin Weispfenning
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